Bye bye störende Gedanken
- Die Japa Meditation

Japa Meditation mit Mala Kette

Gerade in hektischen Zeiten, wenn ich meine Meditationspraxis am meisten nötig habe, habe ich am aller wenigsten Lust darauf. Das liegt vor allem daran, dass ich in solchen Momenten eigentlich null Komma gar nicht abschalten kann und die ganze Zeit gegen meine Gedanken „ankämpfe“.

Geht es dir manchmal auch so? Du möchtest gerne meditieren, einfach ein bisschen zur Ruhe kommen. Sobald du dich aber hinsetzt und die Augen schließt, werden deine Gedanken immer lauter und lauter. Ich muss noch einkaufen, putzen, Anrufe tätigen. Und am besten alles sofort und gleichzeitig.

Japa Mala: Eine Meditation die wirklich immer hilft

Es gibt unglaublich viele Arten von Meditationen, die jeweils mit ganz verschiedenen Konzentrationspunkten arbeiten. Manche setzen den Fokus auf stilles Sitzen, andere auf wildes Herumspringen, wieder andere nutzen langsame Bewegungen oder Gesänge. Nach langem Ausprobieren, bin ich rein zufällig auf eine Meditation gestoßen, die mir wirklich immer hilft, abzuschalten. Die Japa-Meditation, ist eine Meditation, bei der man sich auf mehrere Sachen gleichzeitig konzentriert. Damit haben die Gedanken eine geringere Chance Überhand zu nehmen und du gleitest wie von selbst, in einen tiefen meditativen Zustand. Das einzige, was du dafür brauchst, sind 10 Minuten Zeit, eine Mantra und eine Mala-Kette.

Mala Meditation mit Klangschale und Edelstein

Was du über Malas wissen solltest

Das Wort Mala stammt aus dem Sanskrit und bedeutet soviel wie „Meditationskranz“. Optisch ähnelt die Kette tatsächlich auch dem Rosenkranz aus dem Christentum. Sie besteht immer aus 108 Perlen und einer weiteren großen Perle, in der beide Stränge zusammenlaufen. Diese größere Perle wird Guru-Perle genannt und schließt die Kette energetisch ab. An der Guru-Perle hängt meistens noch eine Quaste, an der man Malas ganz einfach erkennen kann.

Malas werden aus verschiedenen Materialien hergestellt. Traditionell verwendet man Sandelholz und Rudraksha-Samen, welchen eine beruhigende und besonders spirituelle Wirkung zugeschrieben wird. Aber auch Edelsteinperlen in verschiedenen Varianten sind weit verbreitet. Denn auch sie haben besondere energetische Eigenschaften.

Um die richtige Mala für dich zu finden, solltest du vor allem deiner Intuition vertrauen und genau die Mala auswählen, die dich spontan aus irgendeinem Grund anspricht. Manchmal ist es die Farbe, das Muster oder auch die Bedeutung einer Kette, in die du dich verliebst. Der erst Impuls ist meistens der richtige und dein Unterbewusstsein wählt automatisch die Mala, die dir im Moment gut tut. Also nicht viel überlegen, sondern dem Herzen folgen. :)

Einer meiner absoluten Lieblings-Edelsteine ist der Labradorit. Er belebt die Fantasie und verbessert gleichzeitig noch die Intuition. Deshalb darf die Creative Dreams Mala aus genau diesem Stein, aktuell jeden Tag um meinen Hals baumeln.

Finde dein individuelles Mantra

Ein Mantra ist eigentlich nicht mehr als eine Klangform. Meist bestehend aus einem kurzen Satz, einer Silbe oder einem Wort. Die wortwörtliche Übersetzung des Mantras ist dabei meist zweitranging. Es kommt bei einem Mantra viel mehr auf die Vibrationen an, die durch das Aussprechen in deinem Körper erzeugt werden. Durch sie werden verschiedene Nerven und Meridiane in deinem Körper stimuliert. Das Mantra hilft aber vor allem auch dabei deinen Gedanken einen festen Fokus zu geben, um nicht mehr einfach nur hin und her zu wandern.

Hier findest du ein paar sehr beliebte Mantras:

  • Om (auch AUM): Ist DAS Yoga-Mantra und wird schon seit Jahrtausenden von Buddhisten und Hindus als Symbol für das Göttliche benutzt.
  • Om namah shivaya: „Om, ich verneige mich vor Shiva.“ Ist eines der bekanntesten und beliebtesten Sanskrit-Mantras.
  • Sat Nam: „Wahre Identität.“ Das Mantra hilft dir, dein volles Potenzial zu leben und erinnert dich an deine wahre Identität, dein höheres Selbst.
  • Lokah Samastah Sukhino Bhavantu: „Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein! Möge es allen Wesen in allen Welten wohl ergehen!“ Dieses Mantra erzeugt Schwingungen des Friedens und des Wohlwollens.

Eine weitere Möglichkeit ist es einfach eine positive Affirmation während der Meditation zu wiederholen. Eine Affirmation ist ein Satz, der einen idealen Zustand beschreibt, den du gerne erreichen möchtest. Durch die Wiederholung, programmierst du dein Unterbewusstsein mit dieser Bedeutung neu.

Ein paar schöne Affirmations-Beispiele: 

  • "Ich bin ruhig wie das Meer."
  • "Ich folge meiner inneren Stimme und gestalte mein Leben genauso, wie es mir gut tut."
  • "Ich habe die Kraft, meiner Bestimmung zu folgen."

Wenn dir das für den Anfang zu viel ist, kannst du dich auch ganz einfach nur auf deinen Atem konzentrieren. Atme ein und berühre eine Perle. Dann atme aus und berühre die nächste Perle.

Technik Meditation

Mit der Mala meditieren

Finde zuerst eine angenehme, bequeme Meditationshaltung. Schneidersitz oder Fersensitz sind gut geeignet. Falls du schon seit einigen Jahren Yoga machst, kannst du es auch mit dem Lotussitz versuchen. Es ist weniger wichtig den „technisch- perfekten Sitz“ zu finden, als eine bequeme, aufrechte Haltung, in der du dich über mehrere Minuten wohl fühlst. Wenn du es brauchst, nutze auf jeden Fall auch ein Meditationskissen, um deinen Sitz zu unterstützen.

Achte darauf dass du deine Wirbelsäule aufrichtest, deine Schultern und dein Gesicht entspannst. Schließ die Augen. Dann nimm dir erst einmal ein paar Momente um bei dir selbst anzukommen.

Leg jetzt die Mala in deine rechte Hand und berühre die erste Perle rechts neben der Guru Perle mit deinem Daumen und deinem Mittelfinger. Von dort aus berührst du dann im Uhrzeigersinn jede einzelne Perle. Drehe sie dabei immer ganz sanft zwischen deinen Fingern hin und her und sprich dein Mantra. Du solltest dein Mantra jeweils einmal pro Perle wiederholen.

Folge den Perlen bis du wieder bei der Guru-Perle angelangt bist. Öffne wieder langsam deine Augen und spür ein paar Momente nach bevor du die Meditation komplett beendest.

Mein Tipp für dich: geduldig sein

Auch wenn man bei dieser Art von Meditation super schnell und gut abschalten kann habe Geduld mit dir. Es immer möglich, dass es bei dir nicht sofort zu 100% klappt. Gerade zu Beginn ist es ganz normal, wenn super viele Gedanken da sind und ganz wild durch die Gegend rasen.

Im Vergleich zu anderen Meditation bei denen du dich nur auf eine Sache konzentrieren musst, hilft dir der Fokus auf verschiedene Dinge, schneller abzuschalten.

Wenn es dir auch nach mehreren Anläufen noch schwerfällt, versuche folgendes: konzentriere dich einmal mehr auf die Perlen in deinen Fingern, dann auf den Klang deiner Stimme und dann auf das Gefühl während du die Worte sprichst. Am Ende ist auch das Meditieren ein Lernprozess und dein Körper und Geist muss sich erst einmal an diese neue Form der Beschäftigung gewöhnen.

Dabei bleiben ist angesagt!

Wenn du diese Meditation ein paarmal gemacht hast und du merkst, dass sie etwas in dir bewegt oder dass du einen Prozess anstoßen kannst, dann bleib dabei.


Wähle ein Mantra aus, das sich für dich richtig anfühlt (probiere zunächst verschiedene aus!). Dann versuch, die Meditation zur Routine zu machen. Die Wahl des Mantras hat einen Effekt darauf, was du durch die Meditation manifestierst und was du langfristig in deinem Unterbewusstsein veränderst. Versuche, 40 Tage am Stück täglich zu meditieren. Es wird ganz alltäglich werden und du kannst eine neue, gute Eigenschaft in dein Leben integrieren – so sagen es zumindest die Yogis.

Ich fühle ich mich nach dieser Meditation super entspannt und komme viel besser mit den Dingen zurecht, die mich davor noch durcheinander gebracht haben. Probiers am besten direkt auch mal aus!